10. April – 14. Mai 2014

NO LAND Mariannita Luzzati & Marcelo Bratke

Vom 10. April bis 14. Mai präsentiert die Stiftung Brasilea "NO LAND", eine Mega Installation des Cinemúsica Projektes, das Malerei, Drucke, Fotografie, Videos und eine Musik - Performance miteinander vereint. Die brasilianische Künstlerin Mariannita Luzzati hat das Projekt zusammen mit dem weltberühmten Pianisten Marcelo Bratke erdacht, um Kunst und Musik durch Multimedia Konzerte in brasilianischen Gefängnissen zu vereinen.


Als Einstieg in die Multimedia - Musik - Performance dient die Filmdokumentation der Konzerte in den brasilianischen Gefängnissen, bevor im Anschluss die musikalischen Landschaften, live gespielt von Marcelo Bratke am Klavier, mit den Landschaftsaufnahmen und der Landschafts-malerei zu einer Symbiose verschmelzen. Das Publikum wird auf eine imaginäre Reise mitgenom-men, auf die exakt gleiche Art wie die Gefängnisinsassen. Begleitet werden sie dabei durch die Musik von Heitor Villa-Lobos und anderen brasilianischen Komponisten, die die Natur als Inspirationsquelle für eine neue Ausdrucksform brasilianischer Musik nutzten.

Aus den Aufzeichnungen dieser aussergewöhnlichen Begegnungen ist ein wunderbarer Film entstanden, eine Dokumentation über Emotionen und Leidenschaft, mit eindrücklichen Bildern und atemberaubend schöner Musik. Nach erfolgter Vorführung in zehn brasilianischen Haftanstalten, wurde Cinemúsica an vielen internationalen Festivals präsentiert, unter anderem: Festival of the World in London Southbank, Sarajevo Winter Festival , und Performing the World in New York.  Cinemúsica wurde sehr erfolgreich als Konzert bereits in 50 Konzerthäusern und Museen in Brasilien, Deutschland, England, Bosnien und den USA zusammen mit der Dokumentation über das Projekt gezeigt.

Cinemúsica erhielt im Jahr 2011 den 14. „Brazilian International Press Award” und wurde beim Art of Touch – Sarajevo Winter Festival 2014 ausgezeichnet.

Erstmalig wird das Projekt „Cinemúsica“ jetzt in der Schweiz präsentiert.

Die Stiftung Brasilea präsentiert während der Ausstellung "NO LAND" Malerei, Drucke und Fotografien von Mariannita Luzzati, die in permanentem Dialog sowohl mit der Video Installation als auch der Dokumentation des Projektes stehen.

Mariannita Luzzatis neue Werke basieren auf Landschaftsaufnahmen von Rio de Janeiro, Espírito Santo und Santos, bevor der Mensch die Landschaftsansichten durch sein Einwirken stark verändert hat. Reduziert auf ein Minimum, sind sie, trotz offensichtlicher Unnatürlichkeit in Farbe und Kontrasten, dennoch sehr überzeugend darin, atmosphärisch zu wirken. Diese Wechselwirkung zwischen Verführung durch das Bild an sich und dem Bewusstsein seiner Konstruktion, erzeugt eine schöpferische Spannung, eine Dialektik, die ebenso darauf gründet das Bild als reale Abbildung wahrzunehmen, als auch verstehen zu wollen wie es konstruiert wurde.

Mariannita Luzzati wurde erst kürzlich als Künstlerin eingeladen, an der Ausstellung "Brasilianische Künstlerinnen" teilzunehmen, welche im Präsidentenpalast in Brasilia zu Ehren der Präsidentin Dilma Rousseff  gezeigt wurde.

Luzzati nahm an Ausstellungen in nahmhaften Museen und Institutionen sowohl in Brasilien als auch im Ausland teil, unter anderem an der Internationalen Bienale in São Paulo, Pinakothek des Staates São Paulo, Museum of Modern Art in São Paulo, Museum of Contemporary Art in São Paulo, Museum of Art Modern Rio de Janeiro, Museum of Modern Art in Bahia, National Museum of Fine Arts in Rio de Janeiro, Museum of Contemporary Art in Curitiba, Palácio das Artes in Belo Horizonte, Iberê Camargo Stiftung in Porto Alegre, Museum Vale in Vitória,  National Museum von Buenos Aires , Museum of London, Haus Der Kulturen Der Welt in Berlin und Maison Saint Gilles in Brussels.

Ihre Arbeiten sind ebenfalls in wichtigen öffentlichen Sammlungen und Firmensammlungen im In- und Ausland präsent: Machida City Museum of Graphic Arts in Tokyo, Fundação Itaú Cultural in São Paulo, Fundação Biblioteca Nacional in Rio de Janeiro, Fundação Cultural de Curitiba, Fundação Padre Anchieta - TV Cultura in São Paulo, Museu de Arte de Brasília, Pinacoteca do Estado de São Paulo, Museu de Arte Contemporânea Dragão do Mar in Fortaleza, Fundação Iberê Camargo in Porto Alegre, Musei Civici di Lecco und MIDA in Scontrone, Italien; The British Museum,  University of Essex/Colchester-England, Accenture, Couldert Brothers, Credit Suisse, First Boston, Halifax , Herbert Smith plc, Rexam plc (London) Usiminas (Minas Gerais) Teodore Goddard (Jersey) and Pearson plc (New York) und andere.

"One of the greatest painters in Brazil" schrieb Maria Hirszman für die Zeitung O Estado de São Paulo.

"She is a fine painter of landscape and mood, making big abstracted images of subtle colour packed with essence and atmosphere” Andrew Lambirth The Spectator

Marcelo Bratke ist einer der grossartigsten Pianisten Brasiliens, dem daran liegt, das Werk seines renommierten Landmannes Heitor Villa-Lobos der Welt zu präsentieren und der hierfür dem Projekt „Villa-Lobos Worldwide“ vorsteht.  Sein musikalisches Repertoire reicht von Klassik bis zur populären Musik. Er füllt  mit seinen Konzerten die besten Konzerthäuser rund um den Globus, wie die Queen Elizabeth Hall in London, die Carnegie Hall in New York und das Teatro Colón in Buenos Aires. Er gastierte bei den Salzburger Festspielen und musizierte in Orchestern mit Dirigenten wie Kurt Mazur. In jüngerer Vergangenheit setzt er die Kraft seiner musikalischen Engagements wie bei „Cinemúsica" als Botschaft ein, um die zwischenmenschliche Verständigung innerhalb der Gesellschaft zu verbessern.

Marcelo Bratke studierte an der renommierten Julliard School of Music in New York. Besonders zu erwähnen sind unter seinen vielen Auszeichnungen die Folgenden: 1. Preis am Tradate International Music Competition in Italien, Auszeichnung  durch die Vereinigung der Kunstkritiker aus São Paulo, Carlos Gomes Award in Brasilien, Classical Discoveries Award in England, Brasilien in Deutschland Award, die 14. Internationale Brasilianische Presse Award  und  Sarajevo Winter Festival Award 2014.

Seine CD Le Groupe des Six wurde durch das Gramophone Magazin als eine der besten klassischen Aufnahmen aller Zeiten gewählt.

Kürzlich wurde er von The New York Times für seine Villa - Lobos Performance in der Carnegie Hall gefeiert: “Villa-Lobos, played by Mr. Bratke, was best of all, offering hints of wildness, yet with elegant construction, subtle rhythmic dislocations and shining piano colors...”  Bernard Holland - The New York Times

Marcelo Bratke spielt anlässlich der Vernissage der Ausstellung öffentlich am 10. April, ab 18.45 Uhr. Zur Finissage am 14.05.2014 spielt er vor geladenen Gästen.

Daniel Faust, Direktor