03. May – 31. May 2007

Magy Imoberdorf - Zeichnungen und Skulpturen

MAGY IMOBERDORF - ZEICHNUNGEN & OBJEKTE

 

Magy Imoberdorf ist in der Schweiz geboren, aufgewachsen und hat dort eine Kunstgewerbeschule besucht.

1969 ist sie im Alter von 23 Jahren mit einem Grafikerdiplom, welches nie jemand sehen wollte,

nach Brasilien ausgewandert. Dort hat sie einige Zeit als Artdirector gearbeitet und wurde 1980

Partner einer Werbeagentur. Nach 30 erfogreichen Jahren in der Werbebranche widmet sie sich heute fast

ausschliesslich der Kunst mit Ausnahme eines ganz besonderen Kunden.

 

Seit mehr als 30 Jahren beginnt Magy ihre Arbeit mit Bleistift, Papier und Leidenschaft.

Seit fünf Jahren erforscht und zeichnet sie ihre Umwelt mit Formen, Bewegungen der Menschen,

der Tiere und den Pflanzen.

Im Moment arbeitet sie an grossformatigen Zeichnungen mit lebensgrossen Figuren auf braunem Papier.

Einige dieser Zeichnungen haben sich in Reliefs und Holzskulpturen verwandelt.

 

Die einzige Konstante im Entstehungsprozess der Werke von Magy ist die Zeichnung als Basis.

Wo der Weg sie hinführt, welche Materialien bei den Zeichnungen und Skulpturen zum Einsatz kommen

ist stets ungewiss.

 

Magy sammelt Abfallmaterial in den Strassen und Fabriken von São Paulo wie Holz,

Tetrapakplatten, Metall und Plastik. Durch die Bearbeitung dieser objets trouvés entstehen hochwertige

Materialien, die dann mit Bienenwachs, Encaustika, Farben und Lacke bearbeitet und auch partiell mit

Zeichnungen ergänzt werden. Manchmal werden Teile der Zeichnun- gen wieder entfernt, um das Material

und seine Struktur frei zu geben. Licht und Schatten wirken ebenfalls bewusst mit und sind von Anfang

an integraler Bestandteil.

 

Alle handwerklichen Arbeitsschritte führt Magy selbst durch, wie zum Beispiel die Schreinerarbeiten,

denn die Handarbeit ist ein wichtiger Bestandteil im kreativen Entstehungsprozess, der sich während

der Schaffensphase kontinuierlich entwickelt.

 

Ihre erste Ausstellung hatte Magy 1984 in der Galerie „Sao Paulo“ mit grossformatigen patchwork Portraits,

die durch den Einfluss ihrer neuen Heimat mit Stoffen angefertigt wurden, die mit der Farbigkeit des

Karneval experimentierten. Zahlreiche Ausstellungen und Workshops folgten in Brasilien, unter anderem im

Dezember 2005 mit „ArT’shirts“ in der Galerie Mônica Filgueiras. Magy hat 200 T-Shirts konfektionieren lassen,

die sie dann individuell durch Bemalung, Beklebung, Bestickung und Schnitt veredelt hat.

Die komplette Kollektion wurde verkauft und zu Gunsten einer Hilfsorganisation für blinde Kinder gespendet.

 

2006 hatte Magy ihre letzte Ausstellung in der Stickel Foundation, in der sie Werke präsentierte, die das Beste

von Brasilien präsentieren, denn nach Magys Auffassung hat Brasilien die liebsten Menschen der Welt,

eine wunderschöne Natur aus immergrünen Pflanzen und herrliche Tiere, die sie in friedliche, beruhigende und

ästhetische Werke integriert.

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